Die Goldlegierung

etruskischer Zahnersatz (7K)Der Einsatz von Gold als Füllungswerkstoff in der Zahnmedizin ist mehrere tausend Jahre alt. Die Überlegung, welche biophysikalischen Vorgänge durch den Einsatz verschiedener Metalle im Mund ausgelöst werden können, begann jedoch erst in der jüngsten Vergangenheit.

Jedes Gold im Mund Ihrer Patienten besteht aus einer Legierung. Auf dem Markt sind mehrere hundert verschiedene Goldlegierungen und andere metallische Füllungswerkstoffe erhältlich. Werden mehrere dieser Metalle in den Mund eines Patienten eingebracht, fließen hier Ströme, die durchaus Irritationen bei der Reizweiterleitung in den Nervenzellen bewirken können (z.B. metallischer Geschmack, spontaner Ladungsausgleich zwischen einer Amalgamfüllung und einer Goldkrone).

Selbstverständlich ist diese Problematik bei weitem nicht für alle Patienten relevant. Insbesondere bei der Verwendung verschiedener hochwertiger Goldlegierungen kommen kaum Irritationen vor.
Bei einer Neuversorgung kann man heute jedoch bei entsprechender Indikation auf eine möglichst einheitliche Legierung achten.
 

  • Das Golden-Gate-Systems der Degussa bietet in diesem Fall eine ideale Goldlegierung an: Degunorm.
  • Degunorm ist von der Herstellung eines Inlays bis zur Fertigung von großen Prothesenkonstruktionen geeignet.
  • Durch die Verarbeitung in unserem Labor erhalten Sie zudem die Gewähr, daß notwendige Verbindungsstellen ebenfalls mit Degunorm per Laser geschweißt werden. Selbst das Lot aus einer anderen Legierung entfällt damit.

In Fachkreisen wird die Herstellung großer Verbinder von Modellgußprothesen aus Degunorm kritisch betrachtet, da der Elastizitätsmodul von Degunorm geringer ist, als der einer CoCr-Legierung. Unsere sehr positiven Erfahrungen bei der Verarbeitung von Degunorm auch in diesem Einsatzbereich bestätigen jedoch, daß der Elastizitätsmodul von Degunorm in vielen Fällen ausreichend ist. Verbiegungen oder Brüche kommen bei ausreichend manuell geschickten Patienten nicht gehäuft vor. Eine Reduzierung der Legierungsvielfalt scheint uns hier durchaus möglich.

Die speziell auf Degunorm abgestimmte und ebenfalls von der Degussa vertriebene Verblendkeramik DuceraGold gibt Ihnen hinsichtlich des Medizinproduktegesetzes eine hohe Sicherheit, wenn keramische Verblendungen gewünscht werden. Verbunden damit sind die weiteren allgemein bekannten, sehr positiven Werkstoffeigenschaften dieser hydrothermalen Keramik (Abrasionswerte, Polierbarkeit, etc.)

Das Degunorm-System ist per Garantie der Degussa auch noch im Jahr 2030 lieferbar. So können Sie sicher sein, Ihren Patienten eine langfristige Reduzierung der Legierungsvielfalt anbieten zu können.

Kritisch betrachtet werden sollte Degunorm unbedingt beim Einsatz als Implantatsuprakonstruktion. Insbesondere bei der Anfertigung von keramisch verblendeten Kronen auf Titanimplantaten können Oxyde von indiumhaltigen Legierungen (wie Degunorm) zur Periimplantitis führen. In diesem Fall scheint die Grenze der Legierungsvielfalt-Einschränkung erreicht zu sein.
 

  • Wir sind keine Anhänger der Philosophie, um jeden Preis ausschließlich eine Legierung zu verarbeiten. Gleichwohl kann eine Reduzierung der Legierungsvielfalt sinnvoll sein. Bei der Anfertigung einer entsprechende Arbeit können Sie in jedem Fall auf unsere Erfahrung sowohl mit dem Golden-Gate-System als auch mit anderen hochwertigen Legierungen zählen.

Wir verarbeiten auf Wunsch nahezu jede Legierung. Sprechen Sie uns bitte vor der Anfertigung Ihrer ersten Patientenarbeit in unserem Labor an, um die Frage der gewünschten Legierung(en) zu erörtern.


 


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